Individualized Diabetes Type 2 Management

1.5.2 „Integrative ‚Dia-Pression‘ Behandlung“

  1. Selbsteinschätzung des Patienten von „Dia-Pression“ durch das InDiMa SDB-System (Stresstest, 3 Depressionstests und 2 Burnout-Tests)

Der Arzt und das Diabetes-Team sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass es auch andere gleichzeitig auftretende medizinische Symptome und medizinische Behandlungsaufgaben gibt, die vom Schwerpunkt der Depressionsbehandlung ablenken können.
Immer wenn die Werte im InDiMa SDB-System entweder einen „deutlichen Handlungsbedarf“ oder einen „dringenden Handlungsbedarf“ indizieren, sollte sich der Patient an seinen Arzt/ seine Ärztin und das Diabetes-Team wenden. In einem gemeinsam getragenen Ansatz wird dann die „innere Zustimmung“ des Patienten für ein „gemeinsames Behandlungskonzept“ gesichert.

  1. Präzise gemeinsame „Dia-Pression“-Diagnose

Mit Hilfe des „InDiMa 4 Stufen Patienten-Kommunikations-System“ ist die Selbsteinschätzung des Patienten in Hinblick auf depressive Tendenzen (Instrument 11 für Diabetes Typ 1 und Instrument 31 für Diabetes Typ 2: Individueller Belastungstest) als Basis für einen gemeinsam getragenen Ansatz („Collaborative Care“)
gelegt.

(1) SST Gruppenspezifischer Stresstest
(2) DSD Depression Selbst-Diagnose
(3) DMD Depression Medizinische Diagnose
(4) DBT Depressive Burnout-Tendenzen
(5) PHQ 9
(6) BOT Burnout-Test
  1. Unbedingte emotionale Annahme des Patienten durch den Arzt („Sie sind okay“)

Es ist bekannt, dass depressive Patienten weniger erfolgreich mit ihrem Arzt und dem Diabetes-Team zusammenarbeiten, dass sie neue Diagnosen weniger leicht annehmen und dass sie Behandlungspläne weniger gut befolgen.
Bedingungslose Annahme, aktives Zuhören und Patienten-Ermutigung im gemeinsam getragenen Ansatz des „synergistischen Tandems Patient-Arzt“ ist notwendig, um eine Basis von Vertrauen und Offenheit nach dem InDiMa-Haus zu kreieren (klicken Sie hier, um zum InDiMa Haus zu gelangen).

  1. Gemeinsam getragener Behandlungsplan

Dann wird ein angemessenes Behandlungsschema gemeinsam durch den Patienten („innere Zustimmung“), den Arzt (als Berater, Partner, Anleitender und „Kontrolleur“) und den Partner sowie die „Familie und Gruppe“ ausgewählt. Dieses nennen wir den „Individualisierten Aktions–Plan (IAP)“. Er besteht aus 3 Komponenten.

  1. Erfolgreiche integrierte Behandlung von „Dia-Pression“

Der erfolgreiche Beginn und die erfolgreiche Durchführung von Behandlungen der Depression hängt letzten Endes von der Akzeptanz und der aktiven Mitwirkung des Patienten an dem damit verbundenen Individualisierten Aktions-Plan (IAP) ab.